Unabhängige LiFePO4 Stromversorgung für unterwegs

Um auch an der Rennstrecke meine Akkus laden zu können gibt es verschiedene Lösungen. Ich habe mir diverse Stromerzeuger angeschaut. Entweder man kauft sich ein billiges Teil für um die 250 - 300€ oder ein Markengerät für das man aber mindestens 700€ ausgeben muss.

Die Dinger sind nicht gerade klein
Aber es bleibt immer bei einem 2- oder 4 Takt Motor, der benötigt Motoröl, Zündkerze und andere Dinge damit er läuft. Sprint muss natürlich auch immer da sein, und jeder an der Strecke will sich mit anhängen. Die Lebenserwartung eines LiFePos beträgt 1000 - 2000 Zyklen. Bei 15 - 17 Wochenenden im Jahr wo die LiFePos zum Einsatz kommen, komme ich somit auf eine Lebensdauer von 30 - 60 Jahren. Da man LiFePos auch voll aufgeladen lagren darf/kann ist somit keine Einschränkung zu erwarten.

Viel Spaß allen Stromerzeugerbetreibern wenn im Frühjar das Aggregat mal wieder nicht anspringt warum auch immer.

Ich habe mich für 2 dicke LiFePO4 Akkus entschieden:
  • Lithium Eisen Yttrium Phosphat (LiFeYPO)
  • Nennkapazität 40Ah (2x = 80Ah)
  • 12,8V (12V = 4S)
  • max. Entladestrom (Dauer) 120A
  • Entladeschlussspannung 11,0V (besser 11,5V)
  • Selbstentladung (monatlich) < 5%
  • Arbeitstemperatur (Entladen) -45°C + 85°C
  • Abmessungen (LxBxH in mm) 200x116x183
  • Gewicht (kg) 6,8
Da mein Ladegerät ein LiFePo Program, zwei Anschlüsse und mein Netzteil 40 Ah leistet habe ich mir zwei dieser Akkus gekauft. Parallel geschaltet habe ich somit ausreichende reserven um auch einen langen Renntag zu überstehen. Über Nacht kann ich die Akkus wieder mit meinem Ladegerät aufladen.

Ich habe mir vor dem kauf eine telefonische Beratung durch die Firma I-Tech GmbH aus Winzenburg geholt. Mir ging es vor allem darum zu klären was den diese Balancer-Module für eine Funktion haben. Mir wurde dann erklärt das diese Balancer-Module dazu dienen wenn man den Akku an einem Ladegerät ohne Balancer und LiFePo Program aufladen will. Hier übernimmt das Balancer-Module dann die Zellenkontrolle, und achtet darauf das der Akku nicht überladen wird.

Auf der Rennstrecke betreibe ich die beiden Akkus in Serie geschaltet. Meinem Ladegerät habe ich gesagt es soll bei unter 22,5 Volt Spannung abschalten, damit wird eine Tiefentladung des LiFePos verhindert. Parallel dazu habe ich jedem LiFePo einen LiPo-Warner angeschlossen der die Zellen einzeln überwacht.

Update vom 02.04.2017:
Nach dem Winter habe ich den Akku mal geprüft. Ist noch alles TipTop. Zur Sicherheit habe ich die beiden Blöcke um je 40Ah entladen, und wieder aufgeladen. Beides verlief ohne Probleme. Jetzt freue ich mich im zweiten Jahr darüber das ich wieder unabhängig an der Strecke laden kann.

Update vom 12.06.2016:
Nachdem die beiden LiFePo Akkus einige male im Einsatz waren kann ich nur ein positives Fazit ziehen. Die Nennkapazität von 40Ah wird überschritte, man kann bestimmt 45Ah raus holen. Mein Ladegerät muss ich mit den in Serie geschalteten Akkus betreiben. Ansonsten fällt die Spannung unter 12 Volt beim laden von 2 x 4S Akkus zur gleichen Zeit.

Update vom 08.05.2016:
Wir waren am Samstag am Rosenring. Dort habe ich mit den Akku-Packs 12 x 4S 6800er Akkus aufgeladen. Im Schnitt ware diese zu 60% geleert. Somit lässt sich ein Renntag locker überstehen, und es gibt noch ausreichend Reserven. Den wie es aussieht sind in den Akkus mehr als die 40Ah drin die drauf stehen.

Update vom 30.04.2016:
Nachdem ich einige male die beiden Akku-Packs nur ein wenig entladen und geladen habe habe ich mit dem Ladegerät beide Akkus entladen. In 15 Stunden habe ich 40A erreicht, dabei war noch ca. 18% in den Akkus. Anschließend habe ich beide bei 20 A wieder voll aufgeladen, dass hat nur 2½ Stunden gedauert. Inklusive balancen auf 0,001 Volt. Jetzt muss die Praxis zeigen wie das ganze läuft. Nächster Einsatz wird das BIG Hamburg Warumup 2016 sein.

Hier der Link zum Shop: http://shop.i-tecc.de/lifeenergy-lifepo4-akku-12v-40ah.html

Hier kann man sehen wie das Balancer Kabel angeschlossen wird. Eine entsprechende Anleitung liegt bei.

Mein Hyperion Ladegerät EOS 720i Duo3 pumpt 20Ah in den Akku...

...und zieht dabei 27 Ah aus meinem Netzteil.