Sanwa MT4-S und Telemetrie im Mugen MBX7-R

Im Winter komme ich dazu mich mit den technischen spielereien auseinanderzusetzen die meine RC-Car Sachen so bieten. Ganz oben auf der Liste stand das Thema Telemetrie.

Mit Telemetrie ist gemeint das der Empfänger im RC-Car Informationen an den Sender zurück sendet. Im Normalfall werden die Signale zum Lenken und Gas geben nur von der Fernsteuerung gesendet und das wird schon irgendwo ankommen.

Ich habe mir einen RX-462 als Empfänger angeschafft. Diese verfügen über zwei Anschlüsse für Temperatursensoren einen Anschluss zur Akkuüberwachung und einen Anschluss für einen Drehzahlsensor. Die Sensoren sind beim RX-462 nicht dabei und müssen separat erworben werden.

Temperatur:
Ein Sensor habe ich am Motor angebracht, und einen am Regler. Das Kabel für den Sensor am Regler war zu kurz und musste verlängert werden. Dazu kann man jedes handelsübliche Kabel nehmen. Nur darauf achten das die Kabel verlötet werden und mit Schrumpfschlauch überzogen sind.

Akkuspannung:
Ich verwende zweimal 2S LiPos in meinem Mugen MBX7-R, das Anschlusskabel habe ich im Balanceranschluss des ersten Lipos angeschlossen und kann somit die Spannung einer Zelle überwachen. Bei einem Nitro-Modell würde man damit die Empfänger Spannung überwachen. Der Sensor hat nur ein Kabel und mit Plus-Spannung versorgt werden.

Drehzahl:
Ich verwende den optischen Drehzahlsensor von Sanwa mit der Nummer: 107A41061A. Diesen habe ich in der Abdeckung des Mitteldiffs angebracht. Auf dem Diff klebt ein weißer Streifen der das Signal im Drehzahlsensor auslöst. Einen passenden Platz zu finden war nicht so einfach.

Wenn alles passend eingebaut ist, kann man die Drehzahl des Mitteldiffs an der Funke ablesen. Um daraus die Motordrehzahl zu berechnen muss man das Übersetzungsverhältnis zwischen Motor und Hauptzahnrad kennen.

Bei mir sieht das aus wie folgt:
HZ : MR = X,Y
44 : 13 = 3,4

Bei einer Diff-Drehzahl von 10.350 min-1 ergibt sich eine Motordrehzahl von 35.190 min-1. Das kommt dem Maximum von 35.280 min-1 sehr nahe. Dieses Maximum ergibt sich aus der Akkuspannung multipliziert mit der KV-Angabe des Motors.

Bei mir sieht das aus wie folgt:
4,2 (Volt pro Zelle) * 4 = 16,8v
16,8v * 2100kv = 35.280 min-1

Wenn man jetzt die km/h sehen möchte muss man das Maß für zehn Messungen des Sensors angeben. Das geht am einfachsten wenn die Funke aus ist. Der Empfänger leuchtet dann grün, wenn gerade keine weiße Fläche vor dem Sensor ist. Sobald die weiße Fläche vor dem Sensor ist, geht die grüne LED am Empfänger aus.

Man stellt das Auto auf den Boden und schiebt das Auto so lange bis die grüne LED aus ist. Jetzt markiert man einen Reifen und den Boden, und schiebt das Auto so lange vorwärts bis der Sensor 10 Umdrehungen angezeigt hat. Also man muss die Impulse zählen. Dann wieder eine Markierung am Boden machen, und den Abstand zwischen der ersten und zweiten Markierung abmessen und in der Funke einstellen. Bei mir waren es 102cm.


Temperatursensor am Motor ist schon befestigt

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (1/3)

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (2/3)

Mit dem Drehmel ein Loch in die Diffabdeckung gemacht (3/3)

Ordentlich mit Kleber abdecken

Der weiße Streifen, bei dem der Drehzahlsensor ein Signal anzeigt

Verwendeter Kleber

Auch von unten vorsichtig Kleber auftragen

RC Team Nord - Megadrom - Hasloh

Seit Ende Dezember ist klar das das RC Team Nord in Hasloh eine neue RC-Car Halle eröffnen wird. Aktuell ist der 4. Februar als Eröffnungstermin festgelegt.

Wie ihr alle wisst bin ich ja immer für solche Projekte zu haben. Also habe ich Lars meine Unterstützung zugesagt. Und jetzt sind wir seit Anfang Januar dran die Halle in ein RC-Car Mekka zu verwandeln.

Die Offroad Truppe hat sich erst mit Beginn dieses Projekts zusammengefunden. Wie so oft gehen zu Beginn die Meinungen auseinander was man am besten mit so einer Fläche anfangen soll. Dazu kommt das in der Halle vorher Tennis gespielt worden ist. Damit die Tennisspieler eine Spielweise ähnlich wie die auf einem Ascheplatz ausüben können wurde der Teppichboden mit einem blauen Granulat bestreut.

Die blaue Pest sorgt dafür, dass man auf dem Teppich nicht sehr viel Gripp hat, und die 1:10er Buggys immer ins Rutschen kommen. Trotzdem haben wir uns dafür entschieden den Tennisteppich drin zu lassen, das hatte vor allem finanzielle Gründe. Mit Sicherheit wäre ein EOS-Teppich die beste Wahl, leider aber auch unerschwinglich teuer. Und in der Kürze der Zeit komm zu realisieren.

Wir haben uns erstmal darauf konzentriert ein Layout auf den Boden zu bekommen. Mirko hat hier tolle Arbeit geleistet und ein prima Layout ausgearbeitet. Mit Hilfe von Balkonbrettern die wir mit Wandfarbe gestrichen haben, haben wir schnell was sehr Ansehnliches geschaffen.

Als nächstes ging es daran die Rampen zu bauen, hier war wichtig das alle sehr stabil und begehbar sind. Holz in Form von OSB-Platten stand ausreichend zur Verfügung, ebenso wie Kantholz. Nach der Fertigstellung wurden diese mit blauem Teppich überzogen. Die Ecken werden mit Alu-Winkelleisten verstärkt so das alles auch bei regem Fahrbetrieb hält.

Da nicht das ganze Layout mit Holzleisten gebaut werden konnte, haben wir noch weiß/rote Kunstoff-Curbs von Carson gekauft. Mit diesen lassen sich Kurven hervorragend ausstecken. Und da sich unter dem Teppich überwiegend Asphalt befindet haben wir die Curbs einfach mit Schrauben direkt im Boden befestigt.

Der größte Teil der Arbeiten ist abgeschlossen, jetzt müssen nur noch die vielen kleinen Details erledigt werden damit man bald fahren kann. Ich freue mich schon sehr darauf jederzeit dort fahren zu können. Als Flaterate-Fahrer habe ich einen Schlüssel und kann jederzeit in die Halle.

Anfahrt zur Halle
Öffnungszeiten und Preise

Hier noch ein paar ausgewählte Bilder: