Deutsche Meisterschaft ORE8 – Czypo Drom - Bad Oeynhausen

Nachdem es letztes Jahr nicht mit der DM geklappt war dieses Mal das Wetter kein Problem. Am 15./16./17. September wurde auf der Indoor Strecke des Czypo Drom gefahren. Eine mir durch den vergangenen Advent Cups bereits bekannte Strecke. Nicht leicht zu fahren aber zu 110% trocken.

Ich bin schon am Donnerstagabend angereist und habe diesmal für 16€/Nacht über Airbnb ein Zimmer gefunden. Nächstes Mal sollte ich doch ein paar Eure mehr ausgeben. Freitagmorgen ging es dann endlich los, ab ins Czypo Drom. Die Strecke war hervorragend vorbereitet, man wollte schon fast die Schuhe ausziehen so sauber war der Lehmboden. Einen Pavillon, Tisch oder Stuhl braucht man nicht das Fahrerlager ist groß genug. Leider haben es nur 44 Teilnehmer nach Bad Oeynhausen geschafft. Warum verstehe ich nicht, zum Advents Cup muss man sich beeilen einen der 90 Plätze zu ergattern. Mein Ziel für die DM war nicht letztes zu werden.

Das Training lief in Gruppen mit Helfern ab, schon gleich konnte man sehen, dass die meisten Fahrer die Strecke beherrschen. Wenn ich an meine ersten Runden im Czypo Drom denke, und an den Fünfer den ich nie richtig getroffen habe. So haben wir am Freitag 6 Trainings in 6 Gruppen absolviert, in meiner Gruppe waren wir nur 5 Fahrer deswegen ging es recht entspannt beim Fahren zu und wir sind uns nie in die Quere gekommen. Die letzten beiden Trainingsläufe wurden für die Gruppeneinteilung am Samstag gewertet. Dabei werden die drei schnellsten zusammenhängenden Runden gewertet.

Am Samstag dann nochmal zwei Trainings und 5 Vorläufe von denen 3 gewertet wurden, hier wird aber nach Runden und Zeit (Überzeit) gewertet. Die Gruppen wurden jetzt auf 10 Fahrer aufgestockt, und die Anzahl der Gruppen auf 5 reduziert. Das war dann schon nicht mehr so entspannt wie am Freitag, da man nach jedem Lauf als Helfer auf die Strecke muss. Beim dritten Vorlauf habe ich mir dann nach zwei Runden eine Antriebswelle hinten links abgebrochen. Weil auch das Diff sehr hakelig lief habe ich mich dazu entschieden, die ganze Hinterachse aus meinem T-Car einzubauen. Das ging sehr schnell und ich konnte sicher sein das alles funktioniert.
Am Samstagabend waren dann alle gespannt wie die Gruppeneinteilung für den Finaltag aussieht, und siehe da ich habe es ins ¼ Finale B geschafft. Dazu kam das ich im 40+ Finale von Platz 8 starten durfte. Was mir auf dem Zeitplan gleich aufgefallen ist, dass wir am Sonntag die unteren Buchstabenfinale nur einmal fahren sollten. Im vorab veröffentlichten Zeitplan stand das auch die unteren Finale 3-mal ausgefahren werden sollten. Und jetzt auf einmal nur noch ein Lauf! Darauf habe ich den Rennleiter Frank Grieger angesprochen und dann eskalierte die Sache.

Es wurde heiß diskutiert, den ein Fahrer der z.B. aus seinem ⅛ nicht aufsteigt fährt nochmal sein Finale und ist dann weg. Somit hätten die Hälfte der Fahrer das Czypo Drom schon um 11 Uhr verlassen. Und um kurz vor 13 Uhr wäre die Veranstaltung fertig gewesen. Laut dem DMC Handbuch darf nur das A-Finale dreimal ausgefahren werden. Dieser Modus ist für Rennen mit 120 Teilnehmern ausgelegt. Leider hat niemand daran gedacht das es auch mal weniger als 120 Leute geben könnte. Das ist wohl der Punkt an dem die Mitglieder des DMC ihren Dachverband nicht verstehen, warum kann man hier nicht flexibel auf die Umstände reagieren und den Fahren und dem Veranstalter seine freie Entscheidung einräumen? Ich hoffe darauf das das Reglement entsprechend angepasst wird, den ich habe mir sagen lassen das noch keine ORE8 DM mehr als 80 Teilnehmer hatte.

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Ralf Bauer, als OR8 Referent, hat zugesagt sich Gedanken zu machen wie man das Reglement entsprechend anpassen kann. Jeder sollte wissen das man es nicht allen Recht machen kann, und das solch ein DMC Handbuch mit seinen Regeln möglichst in allen Situationen zutreffen soll. Deswegen ist eine rege Beteilung am Sportbundtag durch alle Mitglieder gewünscht. Das ist dann auch der richtige Ort um über Regeländerungen zu beraten.
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Sonntag Finaltag, an dem ich in meinem ¼ Finale von Startplatz 7 ins Rennen gegangen bin. Mir war klar, dass ich keinen der drei Aufstiegsplätze für das ½ Finale bekommen würde. Also bin ich gut gefahren und habe meinen 7. Platz verteidigt. Somit war das D-Finale für mich gesetzt, dort konnte ich vom 3. Platz ins Rennen starten. Zwischen den D-Finalläufen und den zwei 40+ Finalläufen und den ganzen Helferposten machen war nicht viel Zeit. Dazu kann ja auch noch, dass man vor jedem Lauf seine Akkus messen lassen muss. Durch die neuen High-Volt Lipos besteht die Möglichkeit, dass man mit zu viel Spannung unterwegs ist. Nach jedem Lauf wurde das Auto bei der technischen Abnahme abgegeben. Hier haben Manfred Bluhm und Sascha Vogel einen super Job gemacht.

Bis auf den zweiten 40+ Lauf lief alles wie am Schnürchen. Ich bin mit der Strecke sehr gut zurechtgekommen, und meine neuen TPro Reifen haben sich bewährt. Die Keylock Reifen in Super Soft haben sehr gut funktioniert. Und auch der Umbau auf 5-Loch (1,5mm) Kolbenplatten hat eine Verbesserung des Fahrverhaltens gebracht. Dazu bin ich die härtesten 1,4mm Progressiven Federn gefahren und in Dämpfern 450/400er Silikonöl.

Mein Endergebnis ist ein 37. Platz in der Gesamtwertung und ein 8. Platz im 40+ Finale. Insgesamt bin ich mehr als zufrieden. Ich bin gespannt wo die DM 2018 ausgetragen wird, wäre schön wenn das Czypo Drom nochmal den Zuschlag bekommen würde.


8. Platz im 40+ Finale

TPro Keylock Reifen nach 10 Minuten

Ein Blick ins Fahrerlager, die Stimmung war super

Ungewöhnliche Defekte, nach einem Zusammenstoß 

Fahrerstand