Advents Cup 2015 im Czypo-Drom

Nachdem ich mein erstes Rennen überhaupt beim BIG-Hamburg Eröffnungsrennen gefahren bin wollte ich unbedingt ein weiteres Rennen fahren. Da die Session ja schon vorbei war, war es schwierig eine Veranstaltung zu finden.

Doch das Czypo-Drom hatte den Advents Cup ausgelobt, eine weitere Gelegenheit den 1:8er zu bewegen. Sobald die Nennphase eröffnet war habe ich mich für das Wochenende am 12./13.12.15 angemeldet. Mein Kumpel René hat sich auch angemeldet sonst niemand den ich kennen würde.

Diff mit schwarzem Silikonöl
Die zwei Wochen vor dem Rennen habe ich dazu genutzt das Auto zu zerlegen und alles zu überprüfen. Das war auch nötig. Die Diffs hatten sich mittlerweile eingelaufen und das Silikonöl hatte sich schon schwarz verfärbt. Auch waren drei der unteren Querlenker schwergängig. Dazu kommt das auch ich alle Antriebsknochen zerlegt und gereinigt habe.

Nach langem Warten war es endlich so weit. Schon am Freitag sind wir angereist. Da war ganz angenehm da das Czypo-Drom in Haberisch 8 32549 Bad Oeynhausen liegt, das sind etwas über 250km zu fahren. Dazu kommt das ich René noch in Lüneburg abholen musste, ein Umweg von 50km.

Am Samstag sollte es um 9 Uhr mit dem Training losgehen, also waren wir schon mal um 8:30 Uhr da. Nur da waren wir fast die letzten und mussten schon um einen Sitzplatz im engen Fahrerlager kämpfen. Für meine vielen Kisten war kaum Platz, aber mit der Zeit hat man sich damit arrangiert.

Also Akku rein, eintragen in die Trainingslisten und los ging es. Die Halle mit der Stecke war, riesig. Wie kommt man auf die Idee 280 Tonnen Lehm in eine Halle zu kippen und darauf eine Offroad Strecke zu bauen? Man kommt darauf, wenn man alles für seinen Enkel tut, und so einer ist der Jürgen Czypulowski. Was für eine Strecke.
Harter Lehm, mit Teppich und Pflastersteinen

Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal herzlich bei der ganzen Familie Czypulowski bedanken, was ihr da auf die Beine gestellt habt ist sehr toll. Danke das es so einen Ort gibt, und danke an alle Helfer die diese Veranstaltung möglich gemacht haben. Ich würde sagen das ist einzigartig.
Danke für den Weihnachtlichen Gruß

Für mich hat sich sehr schnell herausgestellt das ich mit der Strecke nicht warm werde. Ich bin ja schön länger keinen 1:8er mehr gefahren, dazu kommt die Halle mit seinen Pfosten. Und auch die anderen Fahrer waren alles Profis aus meinem Blickwinkel. Klar hatten die auch mal ein Problem, aber ich kam mir doch vor wie der aller erste 1:8er Fahrer. Aber gut der Olympische Gedanke zählt, dabei sein ist alles.

AKA Catapult
Die Strecke hat auch den Fahrzeugen alles abverlangt, nicht nur ich als Anfänger hatte viele Schäden zu verzeichnen auch andere Fahrer hatten Probleme. Der harte Lehmboden zusammen mit den vielen Möglichkeiten daneben zu springen führte bei mir zu einer abgebrochenen Dämpferstange und einem defekten Diff-Kasten.

Mein Setup war nicht zu weich und nicht zu hart, also vorne 600 cSt und hinten 500 cSt bei hinten 28mm und vorne 26mm Fahrwerkshöhe. Dazu kamen die AKA Catapult für das Training und später bin ich dann auf die ProLine Fugitive. Beide in Super-Soft Mischung. Aus meiner Sicht hatte ich guten Gripp.

Über das Ergebnis möchte ich gar nicht weiter sprechen, den letzter sein ist nicht erwähnenswert. Was mir sehr gut gefallen hat ist der taffe Rennleiter. Er hat sehr klare Ansagen gemacht, und auch später für die Einhaltung gesorgt ohne nachzulassen. Gerade für ein Beginner wie mich eine große Hilfe.

Zusammengefasst kann ich sagen: Ich bin um eine Erfahrung reicher, und in 2016 wird mehr geübt. Das hat beim 1:10er Buggy auch geholfen. Ich freue mich auf die Rennen des Schleswig-Holstein Cups nächstes Jahr.

Hier noch ein paar weitere Bilder / Videos:



Meine Startnummer


Mir schräg gegenüber saß Darren Bloomfield, mehrfacher Englischer Meister






Tolle Zeitnahme, das Rennen wurde über live.liverc.com übertragen



Defekte Teile, Samstag


Defekte Teile Sonntag