3. 8-Stundenrennen beim RCRT-Quakenbrück

Am Wochenende des 20./21. August fand das 3. 8-Stundenrennen beim RCRT-Quakenbrück statt. Ich hatte den Termin schon zu Beginn des Jahres registriert dann aber wieder verdrängt da erstmal noch andere Aktivitäten auf dem Programm standen. Zwei Wochen bevor es losgehen sollte hat mich Hakan angesprochen ob wir da nicht hinwollten, cool da war ich gleich dabei.

Hakan meinte dann wir könnten beide zusammen mit seinem Mugen MBX6r Nitro fahren, und ich müsste meinen Mugen gar nicht mitnehmen. Diese Gelegenheit wollte ich nicht verpassen, das machte die Entscheidung noch einfacher. Letztendlich habe ich dann doch meinen Mugen MBX7r Eco mitgenommen aber dazu später mehr.

Da die Strecke zu weit von zu Hause entfernt ist habe ich uns ein günstiges Hotel gesucht, und bin für 40€/Nacht inkl. Frühstück fündig geworden. Am Freitagabend nach einem langen Tag in St. Peter Ording habe ich das Auto beladen. Die grauen Euroboxen finde ich ja sehr praktisch aber platzsparen geht anders. Nach einigem hin und her habe ich es dann doch so hinbekommen das noch genügend Platz für Hakans Sachen sind.

Am Samstagmorgen bin ich dann um 6 Uhr aufgestanden, was mir nach 2 Wochen Urlaub nicht so leichtgefallen ist. Hakan wohnt am anderen Ende von Hamburg, aber das Navi findet zuverlässig den Weg. Ihn eingeladen und dann ab nach Quakenbrück wo wir um 9 Uhr angekommen sind. Wir wurden dann vom Verein angesprochen und unser Team wurde auf drei Fahrer vergrößert, Chris mit seinem Kyosho Nitro Truggy kam dazu.

Wir wollten dann mit Hakans RC-Car auf die Strecke und trainieren, aber schon nach kurzer Zeit gab es ein Problem mit dem hinteren Querlenkerhalter. Hakan ist dem Problem mit einem Profihammer begegnet und hat das verbogene Teil gerichtet.

Um kurz nach 10 ging der erste 2-Stunden lauf los. Nachdem ich als letzter drei Nägel mit einem Hammer eingeschlagen habe, konnte Hakan starten. Leider konnte er nicht lange fahren und ist ausgefallen. Ich habe dann mit dem Elo übernommen. Und bin auf der Strecke rumgeeiert, mein Setup war noch auf Lehm eingestellt da ich nicht gedacht hatte wirklich zu fahren. Na ja ich habe meine 11 Minuten halbwegs gut über die Runden gebracht.

Die Strecke hat durch ihren Kunstrasenbelag extrem viel Gripp. Dazu kommt aber auch das sie nicht Topeben ist, sondern eben eine Offroadstrecke. Sie lässt sich aber flüssig fahren und hat einen mittleren Anspruch an den Fahrer. Nur der eine Sprung auf der linken Seite der Strecke ist tückisch da er je nachdem wo man ihn anfährt unterschiedlich geformt ist. Also wenn man schnell sein will muss man ihn ganz links anfahren dann ist es einfach.

Nachdem ich dann meine Zeit gefahren habe ist Chris eingesprungen, und hat einige Tankfüllungen die Strecke beherrscht. Hakan ist dann wieder gefahren aber dann war wieder irgendwas. Sorry ich erinnere mich nicht mehr so genau wann was bei welchem Nitro Fahrer defekt war, das lag nicht am Nitro Motor, sondern einfach daran das eine Kunstrasenstrecke von den RC-Cars alles abverlangt.

Am Ende des ersten Stints lagen wir auf Platz 6 von 8 Teams, gar nicht sooo schlecht. Nach der viel zu kurzen Mittagspause (30 Minuten ist echt wenig) ging es mit dem 2. Stint los. Ich habe den Start übernommen, da die beiden Jungs noch schrauben mussten. Auch den 2. Stint haben wir als 6. beendet.

Die Nacht haben wir im Hotel Oldenburger Hof verbracht. Die Einrichtung ist in den späten 80igern stehen geblieben, aber es war alles sauber und ordentlich. Die Nacht war sehr laut für meine Dorf-Ohren, aber mit Ohrstöpseln konnte ich dann doch schlafen. Das Frühstück war erstaunlich gut, und sehr Umfangreich. Alles in allem bekommt man für 40€ genau das was man eben für 40€ bekommt.

Am zweiten Tag ging es wieder um 10 Uhr los. Inzwischen hatte ich den Ausfederweg extrem begrenzt und das Fahrzeug deutlich tiefer gelegt. Damit waren Rundenzeiten von 31 – 32 Sekunden drin. Die beste Rundenzeit liegt bei 28 Sekunden.

Auch am zweiten Tag waren wir vom Pech verfolgt, und bei nur drei Fahren war es zwischendurch mehr als hektisch. Den es gab ja auch keine festen Streckenposten, jedes Team war selber dafür verantwortlich die Autos umzudrehen. Zum Glück gab es hin und wieder freiwillige die die Autos umgedreht haben, an dieser Stelle meinen herzlichen Dank an die Helfer den meine Teammitglieder haben mich nicht immer gesehen, wenn ich auf dem Dach lag. Aber auch den dritten Stint haben wir als 6. beendet.

Der 4. und letzte Stint war dann leider ein großes Desaster. Beide Nitros sind ausgefallen, und ich bin dann zwei Akkus hintereinandergefahren. Als der eine Satz leer war habe ich die Akkus getauscht und bin dann wieder auf den Fahrersstand um weiter zu fahren. Somit konnte ich uns auf einem guten 7. Platz halten. Zu meinem Glück hat Chris seinen Truggy wieder flottgemacht und hat die letzte halbe Stunden sein Bestes gegeben.

Wir mussten dann unseren 6. Platz mit einer Differenz von 35,783 Sekunden abgeben!!! Was für eine %&$§eise.

Alles in allem hatten wir viel Spaß und die Truppe vom RCRT-Quakenbrück hat einen tollen Job gemacht. Die Schnitzle mit Pommes waren sehr lecker! Und auch das Wetter hat super mitgespielt.

Mir tut es für Hakan leid, er hat drei Servos verloren diverse Kupplungsglocken und andere Teile. Ich habe mir nur eine vordere Dämpferbrücke verbogen. Nächstes Jahr sind wir bestimmt wieder dabei. Dann aber mit einem 5-Mann Team.





Chris der Truggy Fahrer


Der Elo der uns aus der Patsche geholfen hat

Chris im Flug

Professor Dr. Hakan am offenen Herzen