Sonntag, 12. Juni 2022

Starlink Internet - Mobil im Wohnwagen

Nach den ersten sieben Campingplätzen, die wir besucht, haben muss ich sagen, dass die Internetqualität auf den Campingplätzen sehr unterschiedlich ist. Es war wirklich alles dabei, von sehr gut auch in den Abendstunden bis absolut schlecht und nicht zu gebrauchen. Die Tendenz geht eher zu schlecht als zu gut.

Erste Alternative war ein O2 Mobilfunkvertrag, aktuell mit 40 GB. Problem ist nur, dass viele Campingplätze sehr ablegen sind, was ja auch gewünscht ist, und deswegen schlecht mit mobilem Internet versorgt sind. Ein Wechsel zur Telekom würde auch die Kosten wieder ganz schön nach oben treiben. Dazu kommt die Hardware, die ich anschaffen würde. Für mich käme nur eine Fritz!Box 5G infrage, dazu noch diverses anderes Zubehör wären Kosten in Höhe von ca. 650 - 700 €. Größter Schmerzpunkt dabei wäre, dass ich eine Antenne aufs Dach bauen würde, für die man ein Loch durchs Dach bohren müsste. 

Geplant sind ab nächstes Jahr längere Aufenthalte im Wohnwagen. Im Frühjahr 6 Wochen nach Südtirol und bestimmt nochmal zwei solcher 6 Wochen Aufenthalte. Beruflich bin ich ortsunabhängig, brauche aber gutes Internet. Und so habe ich mich für Starlink Internet entschieden. Starlink bietet seinen einigen Monaten eine Mobile Variante seines Tarifs an. Bis dahin konnte, man Starlink nur in der Nähe seiner Heimatadresse nutzen. Bei den Flatrate-Mobilfunk-Verträgen von Telekom und von O2 handelt sich im EU-Ausland nicht mehr um Flatrates. Der O2 Flatrate Tarif stellt im Roming 34 GB an EU-Datenvolumen zur Verfügung. Bei der Telekom sind das 58 GB. 

Preisliste Mobilfunknutzung im Ausland (Privatkunden)

Die Hardware von Starlink kostet 702 € und ein Monat mobiles Internet mit Flatrate kostet 124 €. Alles auch nicht günstig, aber als technikbegeisterter ITler musste ich das haben. Es war also nicht nur eine rationale Entscheidung. Den laufenden Vertrag kann man jederzeit pausieren. Die Restlaufzeit wird einem in der Vertragsverwaltung angezeigt, dort kann man dann auch den Vertrag wiederaufnehmen.

Der Aufbau könnte nicht einfacher sein. Auspacken, aufstellen und anschließen. Da kann man nicht falsch machen, alle Kabel sind so das sie nur auf eine Weise in den Router gesteckt werden können. Nach dem Anschluss ans Stromnetz stellt der Router ein offenes WLAN zur Verfügung. Sobald man damit verbunden ist, kann man einen eigenen Namen fürs WLAN und ein Passwort vergeben. Der Router startet dann neu und man kann sich mit dem eben erstellten WLAN (2,4 GHz & 5 GHz) verbinden. Die Antenne hat eigene Stellmotoren zur Ausrichtung und eine Heizung eingebaut. 

Von da an dient die Starlink App als Tool zur Verwaltung des Routers und des Starlink Accounts. Über die App bringt man die Antenne auch wieder in seine Parkposition, um sie wieder im Karton zu verstauen. 

Die Geschwindigkeiten der Verbindungen zu unterschiedlichen Zielen war sehr unterschiedlich. Ich hatte Test-Downloads mit 5 MB/s und auch welche mit 150 KB/s. YouTube, Netflix, Amazon-Prime liefen ohne Probleme und flüssig. Ich denke das Strarlink noch einiges am Routing und Peering optimieren wird. Ausfälle von 1 bis 5 Sekunden wurden in der App angezeigt, habe ich aber nicht bei der Benutzung bemerkt. Das System optimiert sich gegen Abschattungen nach 12 Stunden automatisch, somit sollten kleine Ausfälle immer weniger werden. Eine Übersicht über die aktuelle Verteilung der Satelliten kann man sich auf der Homepage von satellitemap.space anschauen.

Das Paket mit den Abmessungen 62 × 37 × 27 cm (L × B × H) kam 4 Tage nach der Bestellung aus den Niederlanden per DHL bei mir an. Das ganze Paket wiegt 14 Kg.



Die Verpackung ist sehr gut und sehr stabil. Ich werde sie auch weiterhin für den Transport nutzen. Den Karton werde ich noch durch eine vernünftige Box ersetzten.

So sieht die Antenne fertig aufgebaut aus. Es sind über 20 Meter Anschlusskabel daran. Der Aluminiumfuß ist extrem stabil. Es befinden vier Löcher an den Füßen, damit der Fuß festgeschraubt werden kann.

Der Speedtest von Starlink

Speedtest von Ookla

Screenshot aus der Starlink App


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