Mit dem Fahrrad nach Edinburgh + Islander-Workshop

Schon zu Hause haben wir überlegt, was ein schönes Souvenir aus Schottland sein könnte. Über Instagram habe ich von einem Workshop gelesen, bei dem man eine Tasche machen kann. Das hat uns gut gefallen und ich habe den Kurs schon von zu Hause aus gebucht.

Die Auswahl war sehr groß

Für ene grüne Tasche habe ich mich entschieden

Sehr konzentriert bei der Arbeit...

.... ebenso wie bei Gudrun

Und hier das Supertolle Endergebnis



Aber zu dem Workshop mussten wir ja irgendwie hinkommen. Da das Wetter gut war, sind wir mit den Fahrrädern gefahren. Fahrradfahren im Linksverkehr fühlt sich noch falscher an als mit dem Auto. Ständig schaut man in die falsche Richtung. Aber der Weg führte uns am Meer entlang und zu 90 % auf Radwegen, wo keine Autos fuhren. Eine wunderschöne Strecke.

East Lothian, die Region in der wir waren

Eine sehr schöne Radtour

Unsere gesamte Tour



10 Minuten bevor der Kurs startete, waren wir da. Mit dem Fahrrad konnten wir direkt vor dem Geschäft parken. Die größte Schwierigkeit lag darin, die Farben und Möglichkeiten zu kombinieren. Das Zusammensetzen der einzelnen Teile war sehr einfach und wurde mit Schrauben gelöst. Gudrun hat sich eine Handtasche ausgesucht und ich einen Kulturbeutel. 

Fahrradfahren in Edinburgh war schon ein Erlebnis. Die Stadt ist sehr eng und die Autos fahren alle schnell. Dazu kommen noch die Buse und Schlaglöcher, die mindestens 10 cm tief sind. Nachdem wir uns verfahren hatten, sind wir abgestiegen und haben einen Teil der Strecke geschoben. Das fühlte sich viel zu gefährlich an. 


Das Wetter war perfekt

So ein schottisches Rind ist auch lecker

Toller Sonnenuntergang

So stehen wir aktuell







Überfahrt + 1. Tag in Schottland

Überfahrt + 1. Tag in Schottland

Die Anreise

Wir sind extra um 4 Uhr aufgestanden, damit wir um 5 Uhr losfahren können. Der Druck war da, dass wir die Fähre nach Newcastle nicht verpassen durften. Kleiner Spoiler: Die Fähre haben wir rechtzeitig erreicht.

Wie zu erwarten war der Elbtunnel keine Hürde, wir sind einfach so durchgekommen. Überhaupt war an einem Freitag sehr wenig Verkehr. Wir hatten einmal für ein paar Minuten zäh fließenden Verkehr. Um kurz vor 12 Uhr waren wir an der DFDS-Ablegestelle in IJmuiden in der Nähe von Amsterdam. Um 17:45 Uhr sind wir dann erst ausgelaufen. Also hatten wir eine sehr lange Wartezeit. Aber lieber so herum, als dass die King Seeways ohne uns fährt.

Die Einfahrt in die Fähre war ein kleines Abenteuer. Kurz vorher hat es geregnet. Alles war nass, aber zum Glück haben wir Allrad, und so war es kein Problem, die steile Rampe heraufzufahren. Dann mussten wir noch kurz warten, während die Lademeister ein paar der Rampen rauf und runter gefahren haben. Aus meiner Perspektive ein kontrolliertes Chaos. Unsere Kabine auf Deck 7 konnten wir gleich besichtigen.



Die Kabine

Bisher haben wir noch keine Kreuzfahrt gemacht, und nach der "geräumigen" Kabine würde ich auch keine Kreuzfahrt machen wollen. Gudrun musste das Bett oben nehmen, es gab ein Gewichtslimit, welches ich gerissen habe. Für eine Nacht wird das schon gehen. Zum Glück haben wir eine Kabine mit Fenster gebucht, was man aber leider nicht öffnen kann. Aber eine eigene Toilette und Dusche sind schon etwas Schönes.

Stockbetten hatten wir noch nie


Das Abendbuffet

Beim Buchen der Überfahrt habe ich das Abendessen gleich mitdazugebucht (Abendbuffet ab 19 Uhr). Unser Slot ging bis 20:30 Uhr, also Zeit genug. Das Essen war wirklich hervorragend, und es gab eine unglaubliche Auswahl an allen möglichen Speisen. Viel zu viel, um alles hier aufzuzählen. Alles wurde immer wieder nachgelegt. Einziger Wermutstropfen war, dass keine Getränke im Preis enthalten waren. Das war nicht so offensichtlich beim Buchen der Reise.




Das Schiff

Bis zum Abendbuffet haben wir das Schiff erkundet. Die 163 m (Länge) waren schnell überwunden. Achtern, ganz oben auf Deck 12, gibt es eine Bar, wo wir uns etwas zu trinken geholt haben. Heineken vom Fass ist ganz okay. Pepsi leider nicht. Am schönsten waren am Bug die Decks 8 und 9. Auf beiden Decks gab es Beobachtungsmöglichkeiten. Einmal draußen und einmal drinnen. Dort war es sehr ruhig und man hatte einen tollen Ausblick auf das Wasser. Verrückt, was alles in der Nordsee schwimmt zwischen IJmuiden und Newcastle. Das Fernrohr hat sich voll gelohnt.




Die erste Nacht

Um 22:30 Uhr waren wir im Bett, der Tag war lang. Das Schiff ist sehr hellhörig, Ohrstöpsel sind Pflicht. Was hatten wir vergessen? Zahnpasta! Die gab es zum Glück für 2,40 € beim Gästeservice. Die Motoren haben wir auf Deck 7 nicht gehört, aber die Vibrationen waren zu spüren. Das Bett war natürlich zu kurz, die Bettdecke zu klein. Aber so konnten wir schlafen, bis um 6 Uhr der Wecker klingelte. Reisetabletten brauchten wir zum Glück nicht, das lag aber hauptsächlich daran, dass das Meer sehr ruhig war. Es waren kaum Wellen zu sehen.

Das Frühstück

War klassisch englisch und kontinentalsüß, jeder wie er möchte. Entgegen dem Abendbuffet gab es keine gebuchten Slots. Das war aber auch kein Problem, es gab genügend Sitzplätze.

Die Abfahrt

Ging dann doch recht schnell. Wir wurden zu unserem Parkdeck gerufen und konnten innerhalb von ein paar Minuten losfahren. Zoll ging rasant. Alles kein Problem und wir waren auf einmal in England.

Der Linksverkehr

Bevor wir die erste Straße befahren haben, habe ich noch den Kühlschrank in Betrieb genommen. Dabei haben wir beobachtet, wie ein Auto mit niederländischem Kennzeichen rechtsfahrend durch das Tor des Hafens fuhr. Ihm kam ein Engländer laut hupend entgegen. Das war die erste Erinnerung. Ab jetzt nur noch links fahren. Nach den ersten 7 Kreisverkehren hat es immer funktioniert. Das Navi hat immer angezeigt, wie man durch den Kreisverkehr kommt. Schwierig wird es nur, wenn es durch enge Ortschaften geht und sehr wenig Platz ist.

Der Campingplatz

Drummohr Camping & Glamping Site ist unser erster Platz für 3 Tage. Sehr freundlicher Empfang, obwohl echt viel los war. Zum Campingplatz werde ich noch etwas schreiben. Wir haben einen schönen Platz bekommen und konnten uns einrichten für die nächsten Tage.

Noch 2 Tage dann geht es los nach Schottland

 Wir sind schon ein wenig mehr aufgeregt als sonst, wenn es auf lange Tour geht. Schottland war so viel mehr Vorbereitung als ein langer Urlaub in Italien.


✅ Reisepass erneueren

✅ Visum für Großbritannien beantragen

✅ Wohnwagen-Deichsel abschmieren

✅ Wohnwagen E&P pflegen und warten

✅ D-Zeichen für Pkw und Wohnwagen

✅ Scheinwerferabdeckung für Linksverkehr

✅ TomTom Go Expert Abo starten


Die Packliste für Schottland ist ja quasi Klamotten für alle Jahreszeiten. Dazu wollen wir auch wandern gehen, also auch noch Rucksack, Wanderstöcke und Co. einpacken. So viele Klamotten wie nach Schottland nehmen wir sonst nicht mit. Nach England darf man keine Milchprodukte und kein Fleisch einführen. Also bleibt der Kühlschrank aus. Auf der Fähre darf man den Kühlschrank ohnehin nicht auf Gas laufen lassen. Zum Glück haben wir den Tag vor der Abfahrt frei und können alles in Ruhe in den Wohnwagen laden. 

Dass wir die Fähre rechtzeitig erreichen, ist meine größte Befürchtung. Deswegen werden wir schon um 5 Uhr losfahren, damit wir genügend Puffer haben, um rechtzeitig in Amsterdam zu sein, wenn die Fähre ablegt. 

Die Highlands

Die Highlands Die Highlands haben wir auf zwei Campingplätzen besucht. Grantown on Spey Caravan Park und Sango Sands Oasis. Auf dem ersten P...