Überfahrt + 1. Tag in Schottland
Die Anreise
Wir sind extra um 4 Uhr aufgestanden, damit wir um 5 Uhr losfahren können. Der Druck war da, dass wir die Fähre nach Newcastle nicht verpassen durften. Kleiner Spoiler: Die Fähre haben wir rechtzeitig erreicht.
Wie zu erwarten war der Elbtunnel keine Hürde, wir sind einfach so durchgekommen. Überhaupt war an einem Freitag sehr wenig Verkehr. Wir hatten einmal für ein paar Minuten zäh fließenden Verkehr. Um kurz vor 12 Uhr waren wir an der DFDS-Ablegestelle in IJmuiden in der Nähe von Amsterdam. Um 17:45 Uhr sind wir dann erst ausgelaufen. Also hatten wir eine sehr lange Wartezeit. Aber lieber so herum, als dass die King Seeways ohne uns fährt.
Die Einfahrt in die Fähre war ein kleines Abenteuer. Kurz vorher hat es geregnet. Alles war nass, aber zum Glück haben wir Allrad, und so war es kein Problem, die steile Rampe heraufzufahren. Dann mussten wir noch kurz warten, während die Lademeister ein paar der Rampen rauf und runter gefahren haben. Aus meiner Perspektive ein kontrolliertes Chaos. Unsere Kabine auf Deck 7 konnten wir gleich besichtigen.
Die Kabine
Bisher haben wir noch keine Kreuzfahrt gemacht, und nach der "geräumigen" Kabine würde ich auch keine Kreuzfahrt machen wollen. Gudrun musste das Bett oben nehmen, es gab ein Gewichtslimit, welches ich gerissen habe. Für eine Nacht wird das schon gehen. Zum Glück haben wir eine Kabine mit Fenster gebucht, was man aber leider nicht öffnen kann. Aber eine eigene Toilette und Dusche sind schon etwas Schönes.
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| Stockbetten hatten wir noch nie |
Das Abendbuffet
Beim Buchen der Überfahrt habe ich das Abendessen gleich mitdazugebucht (Abendbuffet ab 19 Uhr). Unser Slot ging bis 20:30 Uhr, also Zeit genug. Das Essen war wirklich hervorragend, und es gab eine unglaubliche Auswahl an allen möglichen Speisen. Viel zu viel, um alles hier aufzuzählen. Alles wurde immer wieder nachgelegt. Einziger Wermutstropfen war, dass keine Getränke im Preis enthalten waren. Das war nicht so offensichtlich beim Buchen der Reise.
Das Schiff
Bis zum Abendbuffet haben wir das Schiff erkundet. Die 163 m (Länge) waren schnell überwunden. Achtern, ganz oben auf Deck 12, gibt es eine Bar, wo wir uns etwas zu trinken geholt haben. Heineken vom Fass ist ganz okay. Pepsi leider nicht. Am schönsten waren am Bug die Decks 8 und 9. Auf beiden Decks gab es Beobachtungsmöglichkeiten. Einmal draußen und einmal drinnen. Dort war es sehr ruhig und man hatte einen tollen Ausblick auf das Wasser. Verrückt, was alles in der Nordsee schwimmt zwischen IJmuiden und Newcastle. Das Fernrohr hat sich voll gelohnt.
Die erste Nacht
Um 22:30 Uhr waren wir im Bett, der Tag war lang. Das Schiff ist sehr hellhörig, Ohrstöpsel sind Pflicht. Was hatten wir vergessen? Zahnpasta! Die gab es zum Glück für 2,40 € beim Gästeservice. Die Motoren haben wir auf Deck 7 nicht gehört, aber die Vibrationen waren zu spüren. Das Bett war natürlich zu kurz, die Bettdecke zu klein. Aber so konnten wir schlafen, bis um 6 Uhr der Wecker klingelte. Reisetabletten brauchten wir zum Glück nicht, das lag aber hauptsächlich daran, dass das Meer sehr ruhig war. Es waren kaum Wellen zu sehen.
Das Frühstück
War klassisch englisch und kontinentalsüß, jeder wie er möchte. Entgegen dem Abendbuffet gab es keine gebuchten Slots. Das war aber auch kein Problem, es gab genügend Sitzplätze.
Die Abfahrt
Ging dann doch recht schnell. Wir wurden zu unserem Parkdeck gerufen und konnten innerhalb von ein paar Minuten losfahren. Zoll ging rasant. Alles kein Problem und wir waren auf einmal in England.
Der Linksverkehr
Bevor wir die erste Straße befahren haben, habe ich noch den Kühlschrank in Betrieb genommen. Dabei haben wir beobachtet, wie ein Auto mit niederländischem Kennzeichen rechtsfahrend durch das Tor des Hafens fuhr. Ihm kam ein Engländer laut hupend entgegen. Das war die erste Erinnerung. Ab jetzt nur noch links fahren. Nach den ersten 7 Kreisverkehren hat es immer funktioniert. Das Navi hat immer angezeigt, wie man durch den Kreisverkehr kommt. Schwierig wird es nur, wenn es durch enge Ortschaften geht und sehr wenig Platz ist.
Der Campingplatz
Drummohr Camping & Glamping Site ist unser erster Platz für 3 Tage. Sehr freundlicher Empfang, obwohl echt viel los war. Zum Campingplatz werde ich noch etwas schreiben. Wir haben einen schönen Platz bekommen und konnten uns einrichten für die nächsten Tage.






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